… nannte eine Politikerin der Grünen, was da dieser Tage im Bundestag
passierte. Und ich gebe ihr Recht, wundere mich aber im übrigen nicht
weiter, denn da war es wieder:
Quod licet Jovi, non licet bovi. ( Was Jupiter darf, darf ein Rindviech noch lange nicht.)
Diesmal ging´s ums Rauchverbot. Konkret: Das Rauchverbot im gesamten Gebäude des Bundestages.
Das nämlich ist gescheitert am Veto der rauchenden
Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen. Woran wir merken können, daß
in einigen so ganz, ganz grundsätzlichen Fragen doch Einigkeit über
alle Fraktionen hinweg herrscht.
Da pfeift man auf alle Vorbildwirkung, die man seinen Bürgern, denen
man allerhand Rauch in allerhand Räumlichkeiten bereits verboten hat,
schließlich irgendwie schuldig ist. Aber auf das Vorbild ist ja schon
längst gepfiffen.
Während die Abgeordneten also nach wie vor fröhlich unter Dach und Fach
paffen, darf unsereiner sich schon mal wetterfest machen. Denn mein
Arbeitgeber hat mir verkündet, mein Rauch sei meine Privatsache, die
ich nicht nur draußen vor der Tür, sondern auch erst dann verrichten
darf, wenn ich mich brav an der Zeiterfassung ausgestochen hab. Was
auch ja Sinn macht, da ich nun nicht mehr bei der Arbeit, sondern nur fern von ihr Dampf ablassen darf.
Woran man erkennen kann, daß ich doch nur ein kleines Rindviech bin.
