The German press has reacted with alarm at the performances this week at the United Nations by President Bush and his hand-picked vassal in Iraq, ‘Prime Minister’ Allawi. The disconnect between their rosy prognosis and the deteriorating reality has become almost surreal. The New York Times anticipated that Bush’s words would go over like a “lead balloon” to the international community:
“Bush might have done better at wooing broader international support if he had spent less time on self-justification and scolding and more on praising the importance of international cooperation and a strengthened United Nations. Instead, his tone-deaf speechwriters achieved a perverse kind of alchemy, transforming a golden opportunity into a lead balloon.”
Malte Lehming was scathing in his review – entitled “The Truth Doesn’t Matter ” (Wahrheit nützt nichts)of the speech in Der Tagesspiegel.
Es sind große, gewichtige Worte. In ihnen soll Tatkraft mitschwingen, Optimismus, eine Vision. Aber sie haben sich verbraucht. Sie klingen wie jener Engel bei Heinrich Böll, der auf dem Weihnachtsbaum sitzt und mechanisch „Frieden“ flüstert, während um ihn herum Verzweiflung herrscht. Am Dienstag trat der amerikanische Präsident vor die Vereinten Nationen. Wieder verteidigte er den Irakkrieg. Wieder sprach er von der „Ausbreitung der Freiheit“, wieder von einer besseren Welt, wieder von einer Demokratisierung des Nahen Ostens. Doch Rede und Realität trennt längst ein tiefer Graben. Im Irak tobt das Chaos. Anschläge, Entführungen und Enthauptungen folgen in immer schnellerem Tempo aufeinander. Eine überzeugende Strategie, den Aufstand niederzuschlagen, ist nicht zu erkennen. George W. Bush und der Irak: Die Bilanz ist verheerend.
The speech yesterday by Allawi only rubs salt in the wound. Wolfgang Koydl in the Sueddeutsche Zeitung views Allawi has a campaign prop for George W. Bush in his reelection bid.
Er trifft sich binnen zweier Tage gleich drei Mal mit dem Präsidenten, und außerdem wird ihm die Auszeichnung zuteil, vor dem Kongress zu sprechen. Sein wahrer Ansprechpartner freilich ist der amerikanische Wähler: Wie Straßenhändler versuchen Allawi und Bush ihm vier Wochen vor dem Wahltag rosa Brillen aufzuschwatzen, durch die er doch bitte Gewalt und Geiselnahmen an Euphrat und Tigris betrachten möge.
It has, however, caught the attention of the German press that the war in Iraq has become the dominant issue as the campaign enters its final weeks. It will be interesting to see how this plays out in the presidential debates starting next week.
