The unfolding catastrophe in south Asia this past week and the desperate attempts to learn the fate of more than 1000 German tourists has led to much discussion of a topic rarely mentioned in the German press: God. "Where was God in the Catastophe?" was the headline of the Passauer Neue Presse. Merkur asks "How could God Permit this to Happen?" "God, where were You after Christmas?" And this laconic headline from Der Standard: "Do you still believe in God?" Die Welt am Sonntag frames the famous Theodicy issue:
Eine Naturkatastrophe, wie sie sich jetzt im Indischen Ozean ereignete,
stellt die Gläubigen aller Religionen vor die Sinnfrage: Warum hat Gott
den Tod so vieler unschuldiger Menschen zugelassen – und wie kann man
mit dem Schmerz angemessen umgehen?
The debate started with Leibniz in 1710, but reached a climax in 1753 with the great earthquake in Lisbon that killed more than 60,000. That particular disaster preoccupied Kant, and even registered with the 6-year old Goethe who wrote about it in Dichtung und Wahrheit:
"Durch ein außerordentliches Weltereignis wurde jedoch die Gemütsruhe
des Knaben zum erstenmal im tiefsten erschüttert. Am ersten November
1755 ereignete sich das Erdbeben von Lissabon und verbreitete über die
in Frieden und Ruhe schon eingewohnte Welt einen ungeheuren Schrecken .
. . Gott, der Schöpfer und Erhalter Himmels und der Erden . . . hatte
sich, indem er die Gerechten mit den Ungerechten gleichem Verderben
preisgab, keineswegs väterlich erwiesen . . ."
Der Spiegel started an interesting on-line discussion forum for its readers One reader cites this pasage from Albert Camus:
Wenn Gott gut ist, dann ist er nicht allmächtig, und wenn er allmächtig
ist, dann ist er nicht gut. Keins von beiden jedoch kann der
christliche Gott aufgeben, ohne aufzuhören, er selbst zu sein. Es gibt
für dieses Paradox nur eine elegante Lösung: Er existiert nicht.
The full dimensions of the disaster are just now being felt in Europe. There will be enough sorrow in the coming weeks to test everyone’s faith.
