The entire discussion around Turkey and whether it belongs in the EU has led to an identity crisis of sorts in Germany. A couple of provocative articles today are worth noting. First Rüdiger Suchsland in Telepolis thinks that "The EU must become less Christian" and admit Turkey. He argues that Europe has never been ‘Christian’ or even culturally homogeneous:
Europa ist schon heute weder kulturell, noch religiös homogen. Gerade
das macht seine Offenheit aus. Ein Verweis auf eine christliche Prägung
Europas hat keine reale Chance, in die Verfassung der EU aufgenommen zu
werden. Ein kulturell oder religiös homogenes Europa wäre auch gar
nicht wünschenswert. Religion und Politik haben nichts miteinander zu
tun und sollten nicht miteinander vermischt werden. Die EU muss nicht
christlicher werden, oder bleiben, wie manche in den letzten Wochen
argumentierten, sondern weniger.
That Suchsland has struck a chord (both positive and negative) in readers is evident from the lively (and sometimes quite shrill) comments following the piece.
At the other end of the spectrum it is worth reading Peter Scholl-Latour’s interview in the right-wing Junge Freiheit. Even if one does not agree with Scholl-Latour’s views, he displays a deep knowledge of Turkey and Middle-East cultural dynamics that tis missing from much of the commentary one encounters. Of course, he argues that bringing Turkey into the EU would be a catastrophe for Germany and for Europe. Scholl-Latour, however, goes off the deep end when he ridicules Foreign Secretary Joschka Fischer for his statement that admitting Turkey into the EU would be "D-Day for Islamic terrorism":
Scholl-Latour: Ganz abgesehen von dem inhaltlichen Unsinn, was für eine
ungeheuerliche Formulierung! Für die Alliierten war der D-Day ein großer Sieg,
für die Franzosen der Beginn der „Libération“, für die Deutschen war er
der Tag der „Invasion“ – ich habe mehrere Klassenkameraden, die in der
Normandie gefallen sind.Fischer spielt natürlich auf die alliierte Interpretation an.
Scholl-Latour: Ich glaube, die Politiker wissen einfach nicht mehr, was das
Volk denkt. Für den einfachen Deutschen ist der Startschuß für eine solche
Einwanderung per EU-Beitritt der Türkei genausowenig ein Glück, wie für den
Durchschnittsdeutschen von damals die Landung der Alliierten in der Normandie.
Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn in Deutschland schließlich
Millionen weiterer Türken leben, aber man denke an den einfachen Arbeiter, in
dessen Nachbarschaft sich plötzlich alles verändert, um den herum plötzlich
lauter Fremde wohnen und ihre islamische Sitten und Gebräuche leben. Was für
ein Identitätsverlust! Den Leuten nimmt man doch die Heimat!
In reading Suchsland and Scholl-Latour it seems the debate concerning Turkey and multiculturalism is polarizing Germany more than any other issue in recent times.

0 comment
Interesting read, although unfortunately I don’t read German. Here in the U.S., we’re so caught up in our own religious/culture wars that we don’t realize that such debates could be going on just as strongly elsewhere. Glad I found your entry.