Axel Springer has announced its intention to acquire Germany’s largest broadcasting group – ProsiebenSat.1 – for 2.5 billion euros. This move would double Springer’s revenue and put its market share of television viewers at approximately the same level as Bertelsmann. What is disturbing is that the ultra-conservative Springer media empire would now have a television platform to complement the Bildzeitung – Germany’s biggest circulation tabloid with over 3.6 million daily readers. The reaction from the community of journalists was immediate: the Association of German Jounalists (Deutsche Journalisten Verband) issued a press release that warned of an "opinion monopoly" in Germany:
„Eine solche Medienmacht in einer Hand ist verheerend für die Meinungsvielfalt in Deutschland.“ Mit diesen Worten kommentierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken die offenbar bevorstehende Übernahme der ProSiebenSat.1-Media AG durch den Axel Springer-Verlag. „Durch die 100-Prozent-Übernahme der Stimmrechtsaktien durch Springer entsteht ein Medienmonopol mit gewaltigem Einfluss auf die öffentliche Meinung.“ Die bekannt gewordenen Pläne, die Fernsehsender nicht nur wirtschaftlich, sondern auch publizistisch dem Springer-Konzern einzuverleiben, hätten ein bedenkliches Komplettangebot von Information und Meinung zur Folge. „Deutschland braucht kein Springer TV, sondern Meinungsvielfalt statt Einheitskost.“
Hier wächst zusammen, was nicht zusammengehört, wenn die Meinungsvielfalt erhalten bleiben soll: Das prägende, mitunter meinungsfrivole Boulevardblatt Bild mit einer Massenauflage von gut 3,6 Millionen Exemplaren, die überregionale Tageszeitung Welt, die Sonntagsschwestern der beiden, etliche Regionalzeitungen – und auf der anderen Seite die Sender Sat1 und ProSieben, die auf Unterhaltung ausgelegt sind, gleichwohl aber das politische Klima mitbeeinflussen.
We have seen the results of corporate media consolidation in the United States. Rupert Murdoch has built a right-wing juggernaut of print and television that serves as a propaganda vehicle for the Bush administration, while Disney, CNN (Time-Warner), and NBC(General Electric) have dissolved into "info-tainment" networks that broadcast 24/7 on the latest missing white women. Let’s hope the media in Germany doesn’t suffer the same fate and that the anti-trust officials at the Kartellamt nix the deal.
