The End of Social Capitalism

by David VIckrey
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SPD chief Franz Müntefering certainly started an interesting controversy when he compared certain investment groups in Germany to "Locusts" – (Heuschrecken) that swarm on companies, strip them bare, and then move on. The reaction from the business community was immediate and hysterical.  Consultant Roland Berger warned of a rebirth of the Red Army Faction in Germany. Maybe Berger is angry because his his owner – Deutsche Bank – is at the top of Müntefering’s "locust – list" along with Goldman Sachs?  Berger has a sympathetic ear over at the neo-fascist Junge Freiheit, who this week call for the total elimination of the social welfare state.

Der deutsche Wohlfahrtsstaat war von Anfang an ein Illusions-Modell und lebt von
der Aufzehrung des Reichtums, den jener Rest-Kapitalismus geschaffen hat, den
die politische Kaste gerade noch zugelassen hat, sowie von der Ausbeutung der
Zukunft und der künftig lebenden und arbeitenden Menschen. Wenn dieses
sozialsozialistische Wol-kenkuckucksheim jetzt dem Bankrott zusteuert, so ist
das nicht Folge des „ungezähmten“ Kapitalismus, sondern der politisch gelähmten
und (wie Gulliver im Zwergenland) mit tausend kleinen Stricken gefesselten
Marktwirtschaft – also von zu wenig Kapitalismus.

The success of Modell Deutschland was that it avoided the excesses of the unrestrained free market economy.  Most the dynamic postwar companies were privately owned, and financed by banks.  It was (and still is) the Mittelstand that powers the German economy and generates jobs.  Even the publicly listed companies had some flexibiliy with their balance sheets and could smooth out earnings over time by drawing on reserves.  So German managers were not under the same quarterly earnings pressures as their US counterparts.  But all of that has changed, in part due to the neo-liberal policies of Müntefering’s own party, when it gave substantial tax breaks to banks for selling off their investment positions (Beteiligungen) in German companies.  The share holdings were snapped up by unregulated US hedge funds who are making their presence felt.  These funds have short-term investment horizon as they shop their portfolio to prospective acquirers.  In the process they typically bring in McKinsey or Roland Berger to engineer massive workforce reductions.  The entrance of the hedge funds signals the end of German social capitalism.  Profits are up, as unemployment hovers around 5 million.  The CDU in Bremen celebrates by pouring champagne on unemployed workers.

sektlaune

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Arthur May 14, 2005 - 9:52 am

Falls dieser Staat seine Bürger als Kunden betrachten würde, dann hätte er nach den zwei Pisa-Debakeln schleunigst eine detaillierte Analyse vorgelegt und eine Roadmap zur Verbesserung. Tut er aber nicht, weil er denkt, die Bürger hätten ja keine Alternative. Nur, die die gehen können, tun’s. Steuerhinterziehung, Osterreicher werden oder mindestens Rückzug in den privaten Bereich inkl. Privatschule.
Zur Bildungsmisere – in Kürze meine Analyse und nach dem „=>“ Lösungsoptionen
– Beamtenrecht (Lehrer!) gibt keinen bzw. zu wenig Durchgriff => Praxis der Verbeamtung bzw. Verfassung ändern.
– Mirgation spült sgn. bildungsferne Schichten in die Schulen => Migrationskriterien deutlich schärfen, Sozialleistungen als Incentivierung nutzen, Sanktionen (auch für Eltern der Zöglinge) aufbauen
– Natur- und ingenieurwissenschaftl. Ausbildung allg. ist mangelhaft, u.a. durch die Verbreitung der sogn. Kritische Theorie und ihre Protagonisten in Medien, Erziehung und Verwaltungsbürokratie => bessere Ausbildung der Lehrer, massive Zurückdrängung der o.g. Geisteshaltung (z.B. Schließen der offentl. rechtl. Medienanstalten)
– Wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung geniest zu geringe Reputation => hier bin ich ratlos, wie sagte der Spiegel: Der Neandertaler ist untergegangen, weil er keinen Tauschhandel zu treiben in der Lage war.
Also, dann mal viel Glück mit Ihren Deutschen, ich bin Realist genug zu sehen, dass kaum eine der Maßnahmen – anders als in Dänemark – ein Chance auf Realisierung hat.

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David May 15, 2005 - 7:20 am

@Arthur,
Zwei Fragen:
1) Was hat die sogn. Kritische Theorie mit der mangelhaften naturwissenschaftl. Ausbildung zu tun? Wir haben naemlich das gleiche Problem mit der wissensch. Ausbildung (oder noch schlimmer) aber Krit. Theorie ist bei uns kein Thema. Vielleicht gibt es andere kulturelle Gruende dafuer?
2) Wie haben die Daenen es besser gemacht?

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Arthur May 16, 2005 - 8:51 am

Die Industrie- und Innovationsfeindlichkeit der Deutschen hatte ihren ersten breitenwirksamen Kristallisationspunkt durch die Werke der Köpfe der sog. Frankfurter Schule. Adornos Preisung des Landlebens – gegenüber der Existenz als massenindustrialisiertes Individuum – erscheint uns heute nach 20 J. Grüner Partei nichts ungewöhnliches, etwas verspinnert möglicherweise. Aber hier fängt der Unsinn an, der über radikale Ablehnung der Gentechnik bis zur Unterbesetzung naturwissenschaftlicher Fächer an Schulen reicht.
Fairerweise muss man natürlich sagen, dass vieles der Frankfurter Schule unter dem Eindruck des gerade mit Hilfe der Alliierten besiegten Faschismus produziert worden ist – und auch die sogn. nicht aufgearbeitete braune Vergangenheit der deutschen Eliten sicherlich hier historisch rechtfertigend zu nennen ist. Aber das kann nicht für jeden Unsinn herhalten.
Was machen die Skandinavier, und insb. die Dänen besser? Interessant: es bilden sich in unserem Kontext drei Gesellschaftsmodelle heraus:
1. Leistungsfähige Sozialstaatmodelle in Skandinavien mit durchaus erwähnenswerten Wachstumstreibern (Öl in Norwegen, Nokia in Finnland, etc.),
2. die Angelsächsischen Modelle mit schwachem Sozialstaat hoher Leistungsfähigkeit, ausgeprägter Absorptionsfähigkeit von Migranten sowie
3. Kontinentaleuropa mit D, Fr, Benelux mit Wachstumsproblemen, Migrantenproblemen, einem ausgeprägten rechtsnationalen Parteienrand sowie einem (mehr oder minder) kreditfinanzierten Sozialstaat. Über die Zukunftsfähigkeit des dritten Modells kann man spekulieren.
Die Entwicklungsfähigkeit von Gesellschaftsmodellen von 3 nach 1 ist sicher möglich, vermutlich ist es aber dazu zu spät, da kurz vor dem Staatsbankrott. Zumindest gehört eine ausgeprägte (regionale/nationale) Identität dazu, die in Deutschland aus historischen Gründen als Ganzes wenig ausgeprägt, aber sehr wohl in Bayern, Sachsen und B-Würtb. vorhanden ist. Daher sehe diese Regionen in einem Europa der Regionen als durchaus zukunftsfähig.
Zurück zur Bildung – was kann man besser machen: kurzgefasst:
– Migrationspolitik erscheint mir in Dänemark deutlich konsistenter, höherer Integrationsdruck, massive incentivierung bzw, Sanktionen (Sozialhilfe gegen Kommunale Services )
– Lehrer und Kinder fördern statt Kohle und Kranke und Faule
– Pragmatischer Umgang mit dem Thema Bildung und Eliten (die Parteienkämpfe in dieser Hinsicht kann es wirklich nur im Land der Dichter, Denker und Dogmatiker geben)
– Anschaulicher naturwissenschtl. Unterricht
– Klare Message an die Zöglinge: Wenn Du Mathe kannst, dann kannst Du studieren und gut Geld verdienen, wenn nicht, dann wirst Du as Sozialpädagoge Taxi fahren
– Zukunftsoptimismus statt Öko-Pessimismus
PS: die o.g. Regionen in Deutschland sind übrigens auch in Sachen Bildung eindeutig besser positioniert.

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